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Wer von Norden ins Tessin oder noch weiter gen Süden reist, der überquert die Alpen in der Regel am Gotthard-Pass. Ab dem 13. Jahrhundert entwickelte sich der Pass zur wichtigsten Nord-Süd-Verbindung, heute jedoch fährt man eher untendurch, entweder im Bahntunnel oder dem Straßentunnel der Autobahn A2. Wer dennoch über den Pass fährt, benötigt zwar etwas mehr Zeit, wird aber nicht nur mit einem faszinierenden Bergpanorama belohnt. Denn oben, in 2.106 Metern Höhe, tut sich eine kleine Ebene auf, mit stillem See, grünen Wiesen und gleich mehreren Gebäuden, dazwischen Motorradfreaks und Radfahrer, die den Pass über die alte, gepflasterte Straße emporgeklommen sind. Mittendrin entdeckt das Auge ein skurriles Gebäude, hoch aufragend, mit einem mächtigen Dach – einem rauen Bergkristall gleich. Es ist das Hospiz St. Gotthard, das älteste Bauwerk auf dem Pass überhaupt.
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Meister in Form und Farbe |
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Dass die Stuttgarter Schule für Gestaltung eine Kreativitätsschmiede ist, zeigte sich bei der diesjährigen Ausstellung.Von insgesamt sechs verliehenen Auszeichnungen gingen fünf an Absolventen der Stuttgarter Schule. Was nicht heißen soll, dass die anderen Schulen nichts zu bieten hatten. Handwerklich ist das Niveau in den fünf anderen baden-württembergischen Meisterschulen Karlsruhe, Lahr, Mosbach, Reutlingen und Ulm, die ebenfalls am Wettbewerb teilnehmen, gleichermaßen hoch. Doch in der Landeshauptstadt hat man ein Faible fürs Experimentieren – und das schien (auch) der Jury zu gefallen. Natürlich kann man sich fragen, ob diese teilweise äußerst experimentellen Wandgestaltungen jemals umgesetzt werden, ob eingefärbte Teebeutel tatsächlich an die Wand gehängt und Vliesstreifen durch Stahlseile gewebt werden. Doch darauf kommt es auch gar nicht an. Wichtig ist, zu erkennen, was mithilfe von Farben, Putzen und anderen (Maler-)Materialien gestalterisch alles machbar ist. Nur so können neue Techniken entstehen. Und wer will schon immer nur das Althergebrachte?
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Zum 20. Mal wird der Deutsche Fassadenpreis von Brillux ausgelobt. Das Malerblatt interviewte dazu Frank Dusny. Herr Dusny, der von Brillux ausgelobte Deutsche Fassadenpreis feiert dieses Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag und ist somit längst zu einer Institution geworden.Was macht dieses Erfolgsmodell aus? Der Deutsche Fassadenpreis hat eine hohe Akzeptanz bei Handwerkern und Architekten, weil eine unabhängige Jury über die Preisträger entscheidet. Die prämierten Objekte sind wegweisend und waren oft Vorreiter für verschiedene Trends.
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Nicht nur die Schokolade ist im schwäbischen Waldenbuch quadratisch, auch die Kunst. Zumindest jene, die Marli Hoppe-Ritter in der gleichnamigen Sammlung zusammenträgt. Jetzt sind im Museum Ritter, das sich unter einem Dach mit dem „SchokoLaden“ des Herstellers von „Ritter Sport“ befindet, die farbigsten Stücke zusammen zu sehen. „Vorsicht Farbe!“ nennt sich die Ausstellung programmatisch mit ihren 45 Exponaten von so bekannten Künstlern wie Josef Albers, Günther Uecker, Imi Knoebel und François Morellet. Werke von Johannes Gecelli und Reiner Seliger, bei denen die rein physische Präsenz der Farbe eine ganz zentrale Rolle spielt, sind ebenso Teil der Ausstellung wie Farbraumkörper von Günter Umberg. Letzterer hat gleich einen ganzen Raum mit seinen Bildern gestaltet.
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